Am Samstag, 30. Mai 2026, fliegt Simon Ehammer in Götzis 8,51 Meter weit. Schweizer Rekord, Mehrkampf-Weltrekord, Jahres-Weltbestleistung der Spezialisten. Niemand sonst auf der Welt ist 2026 über 8,50 Meter gesprungen, weder draußen noch in der Halle. Und das Verrückte: Ehammer macht es im Rahmen eines Zehnkampfs, nach dem 100-Meter-Lauf, mit müden Beinen und nur drei Anläufen statt sechs. Sein Mentaltrainer Adrian Brüngger steht am Rand der Anlage und sagt vor der Kamera: „Da gibt es eine Geschichte dazu.“ Diese Geschichte ist eine Sporthypnose-Geschichte.
Das Hypomeeting in Götzis ist seit Jahrzehnten das wichtigste Mehrkampf-Meeting der Welt. Wer dort gewinnt, sitzt im internationalen Mehrkampf-Olymp. Ehammer, 26 Jahre alt, Appenzeller, lag bereits nach den ersten vier Disziplinen mit 4762 Punkten in Führung. Den Weitsprung gewann er mit einem Sprung, der 6 Zentimeter weiter ging als sein bisheriger Schweizer Rekord von 2022. Klingt nach wenig. Ist aber alles. Er ist damit der 30. Athlet weltweit überhaupt, der die 8,50-Meter-Marke geknackt hat, und der erst sechste Europäer. Für den Sprung bekam er 1194 Mehrkampf-Punkte. Es ist die höchste Punktzahl, die je ein Zehnkämpfer in einer einzelnen Disziplin erreicht hat.
Im Platzinterview mit SRF sagte Ehammer einen Satz, der für die Sporthypnose-Welt der eigentliche Sprung ist: „Vor vier Jahren kam der Sprung auf 8,45 als Exploit, der einen völlig übermannt hat. Diesmal konnte ich mir die 8,51 vorstellen, ich habe einen solchen Sprung schon mehrmals visualisiert.“ Lies den Satz noch einmal. Am Tag vor dem Wettkampf führte Simon eine Sporthypnose-Session mit Adrian durch, live vor Ort in Götzis. Simon hatte im Abschlusstraining die 8,50 zusammen mit seinem Coach im Sand eingezeichnet. Diese Marke zu übertreffen war das Ziel. Simon hat in den letzten Jahren nicht nur das Visualisieren in Hypnose perfektioniert, sondern auch gelernt, den für ihn perfekten emotionalen Zustand, der ihm diese Top-Leistungen überhaupt erst ermöglicht, gezielt einzunehmen.
Adrian Brüngger, CEO von OMNI Hypnosis International und war zwischen 2007-2021 Head Coach von Pfadi Winterthur Handball, betreut neben Simon Ehammer auch Spitzenschwinger Samuel Giger und hat in den letzten Jahren mit über 500 Sportlerinnen und Sportlern gearbeitet, unter anderem auch mit der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft an der WM 2024 in Prag. Mit Ehammer arbeitet er, wie der Athlet in Medien öffentlich gemacht hat, alle sechs bis acht Wochen in einer Sporthypnose-Sitzung. Themen sind Technik-Visualisierung, Stärkung des Selbstvertrauens, die Fähigkeit zu fokussieren, Regeneration, Schmerzmanagement, das Lösen jener Verknüpfungen, die mit negativen Emotionen verbunden sind, und das Etablieren von positiven Emotionen an ihrer Stelle. Im Frühjahr 2021 hatte Ehammer im Stabhochsprung eine Blockade. Sein Coach schickte ihn zu Brüngger. Eine Sitzung später war die Blockade aufgelöst, und Ehammer fand zurück in den Wettkampfmodus. Über die Zusammenarbeit sagt der Mehrkämpfer in einem Interview mit der Aargauer Zeitung schlicht: „Es tut sehr gut und gibt mir mentale Entlastung.“
Es ist diese Mischung aus regelmäßiger mentaler Architektur und gezielter Krisenintervention, die im Spitzensport den Unterschied macht. Nicht die eine spektakuläre Sitzung kurz vor dem Wettkampf, sondern die ruhige, kontinuierliche Arbeit über Jahre. Genau diese Arbeit hat sich in Götzis in Form von 8,51 Metern materialisiert.
Mentale Vorstellung von Bewegungsabläufen aktiviert nachweislich dieselben motorischen Hirnareale wie die tatsächliche Ausführung. Die Forschung der Universität Zürich (de Matos und Kollegen, 2023, Frontiers in Human Neuroscience; 2024, Scientific Reports) zeigt zudem, dass sich in standardisierten Hypnosezuständen die funktionellen Hirnnetzwerke und sogar die Neurochemie messbar verändern. In tiefer Hypnose berichten Probanden von tiefer Entspannung bei gleichzeitig hoher Wachheit und Fokus. Genau dieser Zustand ist das Trainingslager für die Visualisierung im Spitzensport. Die EEG-Studie von Niedernhuber und Kollegen (2024, Cortex) identifiziert ein frontoparietales Netzwerk, das hypnotische Zustände stützt und mit Aufmerksamkeitssteuerung verbunden ist. Wer einen perfekten Sprung mehrfach im Kopf gemacht hat, hat ihn in einem messbaren Sinn schon trainiert.
Die Wurzeln der OMNI Methode reichen über Gerald F. Kein (Gründer von OMNI 1979 in DeLand, Florida) bis zu Dave Elman zurück. Seit 2015 wird OMNI Hypnosis International von der Schweiz aus geführt, von Hansruedi Wipf als Präsident und Adrian Brüngger als CEO. OMNI arbeitet nach ISO 9001 und gilt als Goldstandard der Hypnoseausbildung im DACH-Raum. Über 20.000 zertifizierte Absolventinnen und Absolventen, mehr als 50 Standorte in 20 Ländern. Was Adrian mit Ehammer macht, unterrichtet er anschließend in der HypnoSport®-Ausbildung an Therapeutinnen und Therapeuten, Trainer und Sportpsychologen weiter. Methode statt Magie. Wiederholbarkeit statt Geheimnis.
Für Sportlerinnen und Sportler gilt: Sporthypnose ist kein einmaliger Zaubertrick vor dem Wettkampf, sondern eine Praxis über Wochen und Monate. Wer auf Therapeutensuche ist, findet auf hypnose.net zertifizierte OMNI Hypnosetherapeutinnen und Hypnosetherapeuten in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Für den Alltag funktioniert ein einfacher Anker: vor dem Einschlafen drei Minuten lang den nächsten Tag im Detail innerlich durchspielen, mit Bild, Atem und Körpergefühl. Klein anfangen, dranbleiben.
Wer Hypnose nicht nur erleben, sondern selbst lernen will, findet in der OMNI Hypnoseausbildung den nächsten Schritt. Sie ist offen für Ärztinnen und Ärzte, Coaches, Sportpsychologinnen, Trainerinnen und Trainer sowie ernsthafte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Und vom 20. bis 22. Juni 2026 öffnet der internationale Hypnosekongress in der AXA Arena in Winterthur seine Türen. Zwei Tage Live-Demos, Workshops und Vorträge mit Adrian Brüngger, Hansruedi Wipf und der internationalen OMNI Community. Wer Ehammers Geschichte aus erster Hand hören will, sitzt dort vielleicht in der ersten Reihe.
8,51 Meter sind eine Zahl. Jahrelange mentale Arbeit ist eine Methode. Sporthypnose ist das ruhige, unspektakuläre Werkzeug, das aus einem Glückssprung einen Plan macht. Wer das Werkzeug verstehen will, findet bei OMNI den Weg dorthin.