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HypnoScience®

Hypnose ist im Gehirn sichtbar. Und messbar.

Gemeinsam mit der Universität Zürich erforschen wir, was in Hypnose im Gehirn passiert. Daraus sind drei Publikationen entstanden, 2023 und 2024 in Frontiers in Human Neuroscience, Cortex und Scientific Reports.

3 StudienfMRI, MRS, EEG
2 ZuständeSomnambulismus, Esdaile
BASEC 2018-00550Ethikkommission Zürich
2023 und 2024drei Publikationen
Warum wir forschen

Dass Hypnose wirkt, sehen wir jeden Tag. Den Nachweis zu erbringen, ist unsere Aufgabe.

OMNI Hypnosis International ist ein Institut für Hypnoseausbildungen. Unser Anliegen: Hypnose und Hypnosetherapie etablieren und ihre Akzeptanz fördern, durch eine gründliche Beschreibung der zugrundeliegenden Wirkmechanismen.

Ergebnisse

Was die Studie zeigt

  1. 01

    Es gibt mindestens zwei Hypnose-Zustände.

    Die Studien zeigen, dass mindestens zwei unterschiedliche Hypnose-Zustände existieren: Somnambulismus und Esdaile-Zustand. Die in akademischen Kreisen oft geführte Diskussion, ob Hypnose überhaupt ein eigener Zustand sei, ist damit vom Tisch.

  2. 02

    Hypnose verändert die Netzwerke im Gehirn.

    Die Untersuchungen zeigen messbare Veränderungen der Hirnnetzwerke in Hypnose. Die fMRI-Studie wies zudem Unterschiede zwischen den beiden Hypnosetiefen nach, die EEG-Studie Veränderungen der Hirnaktivität in hoher Zeitauflösung.

  3. 03

    Auch das neurochemische Milieu verändert sich.

    Eine Premiere war die Untersuchung mit Magnetresonanzspektroskopie: In tiefer Hypnose veränderte sich das Verhältnis von Myo-Inositol zu Gesamt-Kreatin in einer untersuchten Hirnregion signifikant.

  4. 04

    Parallelen zur Anästhesie, Berichte der Probanden.

    Gehirnmuster im Somnambulismus zeigen Parallelen zu denen unter Propofol-Anästhesie, die Gründe dafür müssen weiter untersucht werden. Im Esdaile-Zustand berichteten die Probanden über sich auflösende Körpergrenzen, tiefe mentale und körperliche Entspannung, den Verlust von Raum- und Zeitgefühl oder innere Bilder. Ob das mit den gemessenen Veränderungen zusammenhängt, kann noch nicht mit Sicherheit beurteilt werden.

Das Projekt

Drei Kernstudien, ein Projekt

„Multimodal Investigation of Distinct Hypnotic States“: alle Probanden nahmen an allen drei Messungen teil, hypnotisiert von fünf ausgebildeten OMNI-Hypnoseexperten mit standardisierten, ISO-9001-zertifizierten Induktionen. Nach Angaben der Forschenden war es das erste Hypnoseprojekt weltweit, das zwei Hypnosetiefen mit einem so standardisierten, multimodalen Ansatz aus fMRI, EEG und Magnetresonanzspektroskopie untersuchte. Die Ergebnisse gelten zunächst für die untersuchten gesunden, hypnoseerfahrenen Personen.

  1. fMRI

    Aktivitätsmuster im gesamten Gehirn

    Messung der mit den Zuständen einhergehenden neuronalen Aktivität. Die funktionellen Netzwerke (Konnektivität) werden analysiert und beschrieben.

    Quelle: de Matos et al., 2023, Frontiers in Human Neuroscience

  2. MRS

    Neurochemie in Hypnose

    Baut auf den fMRI-Erkenntnissen auf und misst nicht-invasiv chemische Substanzen in verschiedenen Hirnregionen. In tiefer Hypnose veränderte sich das Verhältnis von Myo-Inositol zu Gesamt-Kreatin in einer untersuchten Region signifikant.

    Quelle: de Matos et al., 2024, Scientific Reports (Nature Portfolio)

  3. EEG

    Elektrophysiologie in hoher Zeitauflösung

    Ergänzt die beiden anderen Techniken und untersucht elektrophysiologische Veränderungen zwischen den Zuständen.

    Quelle: Niedernhuber et al., 2024, Cortex

Hirnansichten von links, rechts, hinten und oben mit markierten Regionen: Kontrollzustand gegen Hypnosezustand 1, Kontrollzustand gegen Hypnosezustand 2 und die beiden Hypnosezustände gegeneinander
Unterschiede in der funktionellen Vernetzung, gemessen mit fMRI: Kontroll- gegen Hypnosezustand (CS1 und HS1, CS2 und HS2) und die beiden Hypnosezustände gegeneinander (HS1 und HS2). Quelle: de Matos et al., 2023, Frontiers in Human Neuroscience.
Aus der Studie

Unterschiedliche Hirnnetzwerke in zwei Hypnose-Tiefen

Die fMRI-Studie machte sichtbar, dass sich die funktionellen Netzwerke im Gehirn in zwei Hypnose-Tiefen unterscheidbar verändern. Verglichen wurden dieselben Probanden im Kontrollzustand und in Hypnose.

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Für die Ausbildung

Was die Forschung für angehende OMNIs bedeutet

Die Hypnose wurde in den Studien mit der OMNI-Hypnoseeinleitung nach den Methoden von Dave Elman und Gerald Kein eingeleitet. Die Einleitungen aus den Forschungsprojekten sind dieselben, die du in der Ausbildung lernst. Sie sind standardisiert und einfach in der Anwendung. Du lernst damit bereits am ersten Tag, andere zuverlässig und überprüfbar zu hypnotisieren.

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Medizin und Praxis

Was das für Medizin und Praxis bedeutet

Über 20'000 Absolventinnen und Absolventen haben die OMNI-Ausbildung abgeschlossen. In schulmedizinischen und akademischen Kreisen gilt Hypnose trotzdem noch oft als Tabu oder Esoterik, obwohl klinische Studien gute Evidenz für die Wirksamkeit bei Reizdarmsyndrom, akuten und chronischen Schmerzen, Ängsten und Phobien, Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen, dermatologischen Beschwerden oder Asthma zeigen.

Die universitäre Medizin steht für uns nicht im Widerspruch zur Wirksamkeit von Hypnose. Wir möchten unseren Absolventinnen und Absolventen die grösstmögliche Sicherheit geben, auch in der Zusammenarbeit mit den medizinischen Berufen. Eine Hypnosetherapie kann Beschwerden lindern; wie schnell, ist individuell. Ihre breite Anwendung kann Gesundheitskosten spürbar senken.

Die Studien machen sichtbar, was in Hypnose im Gehirn passiert. Das hilft, Hypnose in der Medizin sachlich zu besprechen. Für die Anerkennung als Therapieform braucht es weitere Forschung. Ein langfristiges Ziel der OMNI Hypnoseforschung ist, dass Hypnose durch die Krankenkassen als Therapieform anerkannt wird. Die SRF-Dokumentation „Wie die Forschung die Hypnose entdeckt“ gibt Einblick in diese Arbeit.

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